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1.Männer : Schwarz-Rot Aachen - 17:17 [Spielbericht]

Punkteteilung nach Abwehrschlacht

17:17 liest sich wie der Halbzeitstand einer munteren Verbandsligapartie. Doch vergangenen Samstag lautete im Duell der „Ersten“ gegen SR Aachen so tatsächlich der Endstand. Man kann also schonmal sagen, dass das Team von Coach Chouikha den eigenen Anspruch umsetzte, gegen den Abstiegskandidaten von der holländischen Grenze besser zu verteidigen als bspw. vor wenigen Wochen beim 36:38 gegen Euskirchen. Aufmerksamen Leserinnen und Lesern wird aber an dieser Stelle schon auffallen, dass man selbst mit doppelt so vielen Toren(!), wie man am Samstag geworfen hat, noch verlieren kann… Aber der Reihe nach.

Die ersten Minuten waren bereits tonangebend für die gesamte Partie: von Anfang an verteidigte der TuS, gestützt von einem gut aufgelegten Sneller-Aßmann, bis auf einzelne Aktionen solide, schenkte die so gewonnenen Bälle aber immer wieder durch simple technische Fehler, Fehlpässe und -würfe wieder her. So stand nach exakt einer Viertelstunde ein 5:5 auf der Anzeigetafel. In den folgenden Minuten begann eine erste bessere Phase der Gäste, die Chouikha durch die Hereinnahme des bockstark aufspielenden Nachwuchstalents Till Stramitzererfolgreich konterte. Letzterer korrigierte die Führung von Schwarz-Rot durch Ballgewinne und Konter fast im Alleingang und stellte zur Pause auf 8:7. Nein, das ist kein Tippfehler.

Vor und nach der Halbzeit brachten unsere Wesselinger defensiv die beste Phase des Spiels aufs Feld, den Gästen gelang ÜBER ZWANZIG MINUTEN, bis zur 38., Minute, kein Treffer. Doch auch wenn man diese Phase nutzte, um wie erwähnt zumindest von Rückstand auf Führung zu stellen, steht insbesondere der Beginn der zweiten Hälfte exemplarisch für den Elefanten im Raum: wenn Du so eine Abwehr stellst, so einen defensiven Lauf hast, muss die Offensive reichen, um eine Vorentscheidung herbeizuführen oder zumindest eine klare Führung zu erspielen. Doch dies gelang den Wesselingern nicht, mit mehr als drei Toren (11:8, 38.) führte man zu keinem Zeitpunkt. Als Aachen dann mal wieder traf, kam es (abgespeckt auf die Verhältnisse dieser Partie) zu einem ‚Ketchupflascheneffekt‘ und die Gäste drehten die Partie. Mit einem Rückstand in den letzten Minuten und nur zwei Toren in den letzten zehn muss der TuS am Ende fast noch (makaber bei 17 Gegentoren, ich weiß) froh über die Punkteteilung sein.

Man muss bekanntlich immer das Positive sehen, daher sei bei allem Frust gesagt: hätte man die „Heim-Hälfte“ der Anzeigetafel zugehalten und vor dem Spiel gefragt, ob die „Erste“ mit 17 Gegentoren zufrieden ist, hätte wohl jeder mit Kusshand zugegriffen- vor allem mit Blick auf die letzten Partien. Auf der Abwehrleistung lässt sich also aufbauen, wenn es am Samstag zum letzten Auswärtsspiel der Saison geht. Anwurf in Eschweiler ist um 19:30 Uhr.

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Veröffentlichung

Fr, 08. Mai 2026

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