HGV Hürth-Gleuel II : 3.Männer - 28:18 [Spielbericht]
So, dann noch der Spielbericht der Dritten ...
Die dritte Herrenvertretung der Chemiestädter konnte am vergangenen Wochenende ihre Liste mit kuriosen Spielen um ein weiteres Kapitel erweitern, da man nun erstmals mit nur 6 Spielern angetreten ist. Deswegen ein Spiel abzusagen oder zu verschieben stand nicht zur Debatte. Dazu kam es, weil sich im Laufe der Woche die Mannschaft verletzungs- und erkältungsbedingt nach und nach bis zum Spieltag auf 4 Feldspieler und 2 Torleute reduzierte, von denen aber auch nicht alle topfit waren. Trotz allem fuhren diese 6 bestens gelaunt nach Hürth, im Wissen heute auf keinen Fall Wechselfehler zu verursachen und sich dieses Mal auch nicht in Tempogegenstößen zu verausgeben.
In Hürth wartete mit der zweiten Vertretung der Gleueler Mannschaft ein ausgesprochen fairer Gegner, der aus der Situation ein ausgesprochen unterhaltsames und sportlich faires Spiel machte, das am Ende in dieser Höhe auch verdient ausfiel. Herauszuheben sind auch die Gleueler Zuschauer, die Aktionen auf beiden Seiten mit Applaus belohnten.
Das Spiel begann jedoch mit einer überraschenden 2 Tore-Führung durch die Wesselinger nach gut 4 Minuten (1:3) und 4:6 (10.) Die Chance mit einem 7m beim 6:7 nach 15 Minuten erneut auf 2 Tore davon zu „eilen“ scheiterte im wahrsten Sinne des Wortes 'krachend' am Pfosten. Im Gegenzug konnte der Gastgeber zunächst ausgleichen. Die Situation wiederholte sich direkt im Anschluss: ein 7m für uns fand den erneut nicht ins Tor und im Gegenzug traf Gleuel, jetzt zur 8:7-Führung (18.).
Nun waren es die Gleueler die mit 2 Toren vorlegten (9:7, 21.) und die Wesselinger kurz darauf wieder auf 9:9 ausglichen. Bis hierhin hatte Jacob mit 6 Treffern seine beste Phase und damit auch einen erheblichen Anteil am Spielstand. Es gelang ihm immer wieder eine Lücke in der Gleueler Abwehr zu finden, sich durchzuwinden und zu vollenden. Bis zur Pause blieb es eine enge erste Halbzeit, die mit Jacobs siebten Treffer zum 12:11 endete.
Dementsprechend ging es hochzufrieden ging es in die Pause, optimales Kräfteeinsparen, Nadelstiche im Angriff saßen und hinten in der Abwehr prallten Rückraumversuche an der Abwehr ab oder wurden von Thomas im Tor abgewehrt.
Die zweite Hälfte begann mit einem verworfenen 7m der Gleueler und dem Ausgleich von … na klar, Jacob zum 12:12 (33.). Doch ausgerechnet danach kippte das Spiel. Die Gleueler zogen die Abwehr dichter, der Torwart bekam mehr Zugriff auf die Bälle, während der Gleueler Angriff seinerseits Lücken in unserer Abwehr zu nutzen wusste und innerhalb von 5 Minuten auf 17:12 davon zog.
Die Kondition ließ nun merklich nach, Pässe fanden vorne zwar noch ihren Anspieler, doch der Weg zum Tor schien nun wie vernagelt. Nach 42 Minuten lag Gleuel dann erstmals mit 7 Treffern beim 20:13 vorne. Aber auch hier gab es für die Dritte keinen Grund die Flinte ins Korn zu werfen, es wurde weiter probiert und sogar gezaubert, z.B. als Belgacem mit einer überragenden Schritttäuschung seinen Abwehrspieler ins Leere laufen ließ und allein auf den Torwart zulief. Der aber bekam so gerade noch die Finger dazwischen, dennoch wurde die Aktion beiderseits mit Applaus belohnt.
Zum Ende hin blieben dann die Gleueler zunehmend wieder in der Abwehr oder an Thomas im Tor hängen, der letztlich fast jeden zweiten Wurf aufs Tor abwehren konnte. 9 Minuten vor dem Ende stand es erst 23:15. Treffer von Mikro und Jacob in der Schlussphase reichten dann immerhin noch zum 28:18.
Der gute und faire Schiedsrichter Thomas Friedrich hatte die muntere, faire Partie jederzeit im Griff. Michael Fuhrmann, der sonst zwischen den Pfosten auf dem Spielfeld zu Hause ist, kam zu seinem Premiereneinsatz im Feld und konnte dank seiner läuferischen Ausdauer mithalten, war immer anspielbereit und erzielte gar ein Tor. Benedikt ging in seiner Rolle vorne als Ballverteiler voll auf, setzte Jacob und Mirko immer wieder zielgenau ein, während Belgacem und Michael auf den Außenbahnen ihre Wege zogen und ihrerseits ihre Chancen suchten. Mirko war in der Abwehr wieder ein Fels in der Brandung und neutralisierte die Wurfversuche aus dem Rückraum. Es war ein Spiel, in dem jeder über sich hinausgewachsen ist. Die gute Laune vor dem Spiel hielt daher auch nach dem Spiel an.
Nach dem Auftaktsieg gegen Refrath und der Niederlage gegen den aktuellen Tabellenführer Kerpen steht Wesselings Dritte nun auf dem 9. Tabellenplatz und freut sich auf die kommende Woche. Dann stehen hoffentlich wieder mehr als 6 Spieler auf dem Spielbericht, denn es stehen gleich 2 Spiele an, bevor es in die Herbstferienpause geht:
Am Sonntag, 05.10. um 14:45 Uhr in Leverkusen gegen die SG LTV/NTV II, sowie am Donnerstag 09.10. um 20:15 Uhr im Schulzentrum, Berzdorfer Straße mit dem Nachholspiel gegen die HSV Rath-Heumar II.
Es spielten:
Tor: Thomas H.
Feld: Belgacem, Benedikt (2), Jacob (11), Michael (1), Mirko (4)
Trainer: Jacob
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